Sonntag, 22. September 2013

Wahlsonntag in Miniaturlandschaft (Ankreuzen vs. Kreuzschmerzen)

Unglaublich ist das doch! Man soll als mündiger Bürger alle vier Jahre seinen Bundestag wählen und immer wieder der gleiche Mist: Wahllokal in Grundschule X. Was will man mir damit sagen? Betrachtet mich der Staat als Kind? Leute: Ich kann auf diesen Pygmäen-Schemeln nicht sitzen! Wenn ich meinen  politischen Vertreter wähle, möchte ich das nicht auf einem chinesischen Hockklo tun. Was für Kinder gut ist muss für Erwachsene noch lange nichts taugen. Und dann noch diese Holzbuntstifte zum Ankreuzen der Volksvertreter. Ich warte immer darauf ein Blatt zum Ausmalen zu bekommen. Wird denn auch noch was gesungen, Frau Lehrerin?

Vielleicht soll ich ja auch verschickt werden. Ich sitze ja schon halb im Pappkarton, genannt Wahlkabine. Deckel drauf und weg damit. Vor allem legt das Wort Wahlkabine von der Phonetik her nahe, dass ein Wal in die Kabine passt, was definitiv falsch ist. Wer einmal versucht hat sich darin ein Stück nach links oder rechts zu drehen, oder sogar unüberlegterweise aufzustehen, merkt schnell, dass die Grünen doch nur am Strand Wale streicheln. Wahlkabine sollten, ebenso wie Hühnerställe, einer Mindestgröße unterliegen. Nur glückliche Wähler machen glückliche Kreuze und haben es nicht im Kreuz nach dem Urnengang.